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	<title>Teenage Angst Ensemble</title>
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	<description>Theater aus Bochum</description>
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		<title>Teil 44: Bürgerhaus, Espelkamp</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 15:39:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Espelkamp-Premiere für &#8220;Die Lichtung&#8221;: Für ein Projekt, das sich &#8220;Espelkamp Tapes&#8221; nennt, ist das natürlich etwas besonderes. Dementsprechend nervös reisen wir mittags in der ostwestfälischen Kleinstadt mit der einzigartigen Atmosphäre an. Wie wird man hier, am Schauplatz unserer Mystery-Trilogie, auf das Stück reagieren? Enthusiastisch? Feindselig? Wird man uns am Ende womöglich aus der Stadt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://teenageangstensemble.de/wp-content/uploads/Tourtagebuch-Espelkamp.jpg" alt="" title="Tourtagebuch Espelkamp" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-926" /> Espelkamp-Premiere für &#8220;Die Lichtung&#8221;: Für ein Projekt, das sich &#8220;Espelkamp Tapes&#8221; nennt, ist das natürlich etwas besonderes. Dementsprechend nervös reisen wir mittags in der ostwestfälischen Kleinstadt mit der einzigartigen Atmosphäre an. Wie wird man hier, am Schauplatz unserer Mystery-Trilogie, auf das Stück reagieren? Enthusiastisch? Feindselig? Wird man uns am Ende womöglich aus der Stadt jagen?<br />
Der Gesellschaftsraum des Espelkamper Bürgerhauses bringt mit seinen holzvertäfelten Wänden auf den ersten Blick nicht allzuviel von dem mit, was unser Stück braucht, um zu funktionieren. Eine halbe Ewigkeit verbringen wir damit, den Raum mit Gaze-Streifen abzuteilen und die Projektionen einzurichten. Mit dem Soundcheck werden wir deshalb erst kurz vor dem Einlass fertig. Es kommt weit weniger Publikum als erhofft (im Nachhinein erfahren wir, dass durch einen Fehler unsererseits zwei verschiedene Anfangszeiten angekündigt waren und deshalb einige Leute vor verschlossenen Türen stehen, als die Vorstellung schon lange läuft. Ärgerlich!), die Vorstellung läuft verhältnismäßig glatt, aber auch merkwürdig schlaff. Der Schlussapplaus fällt aus. Aber auch als wir noch einmal auf die Bühne gehen, um uns und unser Stück vorzustellen, bekommen wir nur den denkbar distanziertesten und kürzesten Höflichkeitsapplaus. Am Ausgang, wo unser Merchandisestand steht, schleicht das Publikum mit gesenkten Köpfen an uns vorbei. Die wenigen, die uns beim Gehen anschauen, haben eine Mischung aus Verachtung und Mitleid in ihren Blicken. Ein unvergesslicher Abend.<br />
Am nächsten Tag machen wir einen ausgedehnten Spaziergang durch unsere ostwestfälische Lieblingsstadt, mit dem Gefühl, man könnte uns hinterm nächsten Baum auflauern und für irgendetwas bestrafen. Wofür? Keine Ahnung so richtig. Ist dann aber auch nichts derartiges passiert. Die lokale Presse schreibt in ihrer Kritik über den Abend später: &#8220;Zu viel Formstrenge verdirbt den Appetit&#8221;. Ach, so war das!</p>
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		<title>Teil 43: Waggons, Stuttgart</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 15:31:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Waggons in Stuttgart sind ein absoluter Volltreffer: Nicht nur, dass Fides und Marco zu den nettesten Veranstaltern zählen, die wir bisher getroffen haben, sondern auch die Location an sich ist an Originalität kaum zu überbieten. Die Waggons sind eine Art Wagenburg aus ausrangierten Eisenbahnwagen.  In manchen Waggons leben Leuten, in einigen befinden sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Waggons in Stuttgart sind ein absoluter Volltreffer: Nicht nur, dass Fides und Marco zu den nettesten Veranstaltern zählen, die wir bisher getroffen haben, sondern auch die Location an sich ist an Originalität kaum zu überbieten. Die Waggons sind eine Art Wagenburg aus ausrangierten Eisenbahnwagen. <img src="http://teenageangstensemble.de/wp-content/uploads/Tourtagebuch-Stuttgart1.jpg" alt="" title="Tourtagebuch Stuttgart" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-926" /> In manchen Waggons leben Leuten, in einigen befinden sich Ateliers von Künstlern, es gibt mehrere Cafés und Bars, einen Partywaggon und eine selbstgebaute Open Air-Zirkusmanege mit La Strada-Atmosphäre. Das ganze Gelände atmet den Flair eines alten Jahrmarkts. Da es zumindest auf dem Kalender noch Sommer ist, soll die Vorstellung abends unter freiem Himmel in der Zirkusmanege stattfinden. Leider liegt die Regenwahrscheinlichkeit für den Abend laut Wetterprognose aber bei 95%, deshalb entscheiden wir uns frühzeitig, die Vorstellung in den Kinowaggon der Gruppe Second Take zu verlegen. Schnell stellen wir fest, dass es gar nicht so einfach ist, das gesamte Equipment in einem mit ansteigenden Tribünen ausgestatteten Eisenbahnwaggon unterzubringen &#8211; dazu kommt, dass die PA eigentlich für den Open Air-Auftritt gedacht war und nun vollkommen überproportioniert den halben Bühnenraum einnimmt. Um trotz der Enge des Raumes eine anständige Projektionsfläche nutzen zu können, verhängen wir die gesamte Bühnenfront mit einer Gaze-Leinwand (ein räumlicher Effekt, der uns so gut gefällt, dass wir ihn danach fest in die Inszenierung übernehmen). Die Vorstellung abends macht wegen der ganzen unbekannten Rahmenbedingen großen Spaß und rockt. Anschließend ist Party im Café-Waggon nebenan &#8211; dort lernen wir einen Stuttgarter mit US-amerikanischem Migrationshintergrund kennen, der uns, als er erfährt, dass wir aus dem Ruhrgebiet stammen, die fantastische, verworrene und unglaublich lange Lebensgeschichte seines Großvaters erzählt, deren Dreh- und Angelpunkt aus Gründen, die sich uns nicht erschließen, eine Kirche im Stadtteil &#8220;Gelsenkirchen-Schalke 04&#8243; ist. Wir nutzen eine Pinkelpause, um uns heimlich vom Gelände zu entfernen und fallen ins Bett.<br />
Schade, schade, dass auch die Waggons bald den Stuttgart21-Plänen zum Opfer fallen sollen. Im Augenblick sind die Initiativen auf dem Gelände der Waggons im Ungewissen darüber, wie lange sie dort noch weitermachen können. Solltet ihr also demnächst nach Stuttgart kommen, nutzt die Chance, diesen einmaligen Freiraum zu besichtigen, solange er noch existiert!</p>
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		<title>Teil 42: Druckluftkammer, Koblenz</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 15:19:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit dem Auftritt in der Koblenzer Druckluftkammer verschwindet ein weiterer weißer Fleck von unserer Tournee-Landkarte: Das Teenage Angst Ensemble zum ersten Mal live in Rheinland-Pfalz (Bayern und Bremen sind nun die letzten Teenage Angst-freien gallischen Dörfer innerhalb von Deutschland). Die Druckluftkammer scheint eine Art überregional bekanntes Mekka der schwarzen Szene zu sein.  Tatsächlich machen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Auftritt in der Koblenzer Druckluftkammer verschwindet ein weiterer weißer Fleck von unserer Tournee-Landkarte: Das Teenage Angst Ensemble zum ersten Mal live in Rheinland-Pfalz (Bayern und Bremen sind nun die letzten Teenage Angst-freien gallischen Dörfer innerhalb von Deutschland). Die Druckluftkammer scheint eine Art überregional bekanntes Mekka der schwarzen Szene zu sein. <img src="http://teenageangstensemble.de/wp-content/uploads/Tourtagebuch-Koblenz.jpg" alt="" title="Tourtagebuch Koblenz" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-926" /> Tatsächlich machen der Laden und sein Betreiber Markus einen sehr sympathischen Eindruck und entsprechend entspannt und nett verlaufen der Aufbau und Soundcheck. Über den Auftritt selbst gibt es nicht viel zu sagen: Nette Show, nettes Publikum. Der Abend endet dann allerdings etwas unschön, als sich herausstellt, dass aufgrund eines Missverständnisses keine Übernachtungsmöglichkeit für uns organisiert wurde und wir mitten in der Nacht noch die verregnete Rückfahrt nach Bochum antreten müssen. Na ja, shit happens&#8230;</p>
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		<title>Teil 41: Zweitbuch, Oberhausen</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 18:58:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Premiere für das Teenage Angst Ensemble: Zum ersten Mal treten wir mit &#8220;Die Lichtung&#8221; in einer klassischen Buchhandlung auf. Premiere vermutlich auch für den Buchhändler: Ab mittags stellen wir mit Technikaufbauten, dem Verhängen und Verschieben wichtiger Bücherregale, &#8220;Eins, Zwo, Eins, Zwo&#8221;-Soundcheck-Fetzen und ähnlich wenig verkaufsfördernden Verhaltensweisen seinen Laden komplett auf den Kopf. Der experimentierfreudige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://teenageangstensemble.de/wp-content/uploads/Tourtagebuch-Oberhausen-Zweitbuch-239x300.jpg" alt="" title="Tourtagebuch Oberhausen Zweitbuch, © Martin Janczek" width="239" height="300" /> Premiere für das Teenage Angst Ensemble: Zum ersten Mal treten wir mit &#8220;Die Lichtung&#8221; in einer klassischen Buchhandlung auf. Premiere vermutlich auch für den Buchhändler: Ab mittags stellen wir mit Technikaufbauten, dem Verhängen und Verschieben wichtiger Bücherregale, &#8220;Eins, Zwo, Eins, Zwo&#8221;-Soundcheck-Fetzen und ähnlich wenig verkaufsfördernden Verhaltensweisen seinen Laden komplett auf den Kopf. Der experimentierfreudige Herr Baumann von der Buchhandlung Zweitbuch in Oberhausen erträgt aber all dies ausgesprochen tapfer und ohne mit der Wimper zu zucken. Neuland also für alle Beteiligten, aber auch ein interessantes Experiment. Wie geht ein eher gesetztes Lesungspublikum damit um, angestarrt und angeschrien zu werden? Wie ist es, wenn sich auf der Rückseite der Bühne ein riesiges Schaufenster befindet und die Laufkundschaft oder interessierte Stadtteilprolls einem aus etwa 20cm Entfernung auf den A&#8230; glotzen. Wir hoffen auf eine Fortsetzung des Experiments bei Zweitbuch mit &#8220;Das Haus&#8221;.</p>
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		<title>Teil 40: Zeche Carl, Essen</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 18:53:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf Einladung von Melanie, die für die Zeche Carl arbeitet, spielen wir an einem Mittwoch Abend bei der LitCarl in genau jenem legendären Essener Veranstaltungsort, der vor nicht allzu langer Zeit noch von der Schließung bedroht war und dann doch knapp gerettet werden konnte.  Teile des Teenage Angst Ensembles (welche wohl?) haben hier in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Einladung von Melanie, die für die Zeche Carl arbeitet, spielen wir an einem Mittwoch Abend bei der LitCarl in genau jenem legendären Essener Veranstaltungsort, der vor nicht allzu langer Zeit noch von der Schließung bedroht war und dann doch knapp gerettet werden konnte. <img src="http://teenageangstensemble.de/wp-content/uploads/Tourtagebuch-Essen-300x199.jpg" alt="" title="Tourtagebuch Essen, © Martin Janczek" width="300" height="199" /> Teile des Teenage Angst Ensembles (welche wohl?) haben hier in den Neunzigern wichtige und prägende Stunden ihrer Jugend bei Konzerten von Bands wie Tiamat, Unleashed, Morgoth, Suicidal Tendencies, etc. verbracht.<br />
Wegen der Lichtverhältnisse ziehen wir kurzfristig vom Casino in die Turnhalle um und finden dort ideale Rahmenbedingungen vor. Leider fällt der Auftritt dann aber in die Kategorie &#8220;Geschlossene Gesellschaft&#8221;, so dass wir jeden Zuschauer per Handschlag und namentlich begrüßen können. Zum einen war der Termin ziemlich kurzfristig gebucht worden. Zum anderen ist das Ruhrgebiet natürlich nicht erst seit Ruhr2010 DIE Kulturmetropole der westlichen Welt, und der durchschnittliche, total kulturbegeisterte Ruhrgebietler kann sowieso nur zu den wichtigsten, nachhaltigsten Veranstaltungen gehen, wenn also zum Beispiel auf der A40 Grillwürstchen gereicht werden oder die windbedingte Abwesenheit von Ballons am Tage und in der Nacht bestaunt werden kann &#8211; sonst käme er ja gar nicht mehr nach Hause, vor lauter Kultur. Nee, im Ernst: Bei der Beurteilung der Qualität von Metropolen kann es nur von Vorteil sein, viel und oft durch das Land zu reisen, um sich Vergleichsmöglichkeiten zu schaffen. Wahrscheinlich gibt es auf der Welt neben dem Ruhrgebiet keinen zweiten Ort mit so vielen engagierten, tollen Kulturschaffenden, Veranstaltungsorten und Veranstaltern &#8211; ohne Publikum&#8230;</p>
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		<title>Teil 39: Wilwarin Festival (Open Air), Ellerdorf</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 18:43:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Wie nicht anders zu erwarten, ist das Wilwarin Festival in der Nähe von Kiel perfekt organisiert und sehr sympathisch. Mit der Mischung aus Punk, Metal, Ska, Hardcore, Reggae, Pop und Electro, die das Wilwarin bietet, können wir uns auch sehr gut anfreunden &#8211; allerdings haben wir bei unserer Ankunft auf dem Festivalgelände schon leichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://teenageangstensemble.de/wp-content/uploads/Tourtagebuch-Wilwarin-300x247.jpg" alt="" title="Tourtagebuch Wilwarin, © Martin Janczek" width="300" height="247" /> Wie nicht anders zu erwarten, ist das Wilwarin Festival in der Nähe von Kiel perfekt organisiert und sehr sympathisch. Mit der Mischung aus Punk, Metal, Ska, Hardcore, Reggae, Pop und Electro, die das Wilwarin bietet, können wir uns auch sehr gut anfreunden &#8211; allerdings haben wir bei unserer Ankunft auf dem Festivalgelände schon leichte Bauchschmerzen, wie WIR uns als einzige Nicht-Band wohl ins Gesamtbild einfügen werden. Wir befürchten ein Desaster. Bis zum Auftritt sind noch vier Stunden Zeit, also bekämpfen wir unsere Bauchschmerzen mit deutlich mehr Bier, als sonst vor unseren Shows üblich und lassen uns beim brillanten Punk-Karaoke auf dem Zeltplatz in die richtige Festival-Stimmung bringen. Die Veranstalter des Wilwarin geben uns zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, dass alles gut wird und so wird es dann auch. Um Punkt 16.30h gehen wir mit mächtig viel Nebeleffekt auf die Bühne des Second Ground. Der Auftritt ist ein einziger Kampf gegen die Helligkeit im Zelt, den Sound von der benachbarten Pain Area, unsere Nervosität und die möglicherweise etwas anders gelagerten Interessen der Zuschauer. Und der Auftritt ist ein echter Blindflug, sozusagen mit Autopilot, denn zum allerersten Mal können wir uns selbst auf der Bühne, trotz gut eingestellter Monitore, so gut wie gar nicht hören. Aber, hey, das Wilwarin wäre wohl nicht das Wilwarin, wenn es nicht so ein feierfreudiges, aber aufgeschlossenes Publikum hätte. Die meisten Leute setzen sich auf den Boden und hören zu, und viele bleiben tatsächlich während der ganzen einstündigen Performance dort. Kampf gewonnen. Wir sind glücklich. Ey, und wir sind sogar auf den Festival-T-Shirts&#8230;<br />
Nach der Show genießen wir noch den Sound von Orange Goblin und all den anderen Bands und die einzigartige Atmosphäre dieses komplett ehrenamtlich organisierten Festivals im Wald, bevor wir dann später im Hotel begeistert Sauna und Schwimmbad entdecken&#8230;</p>
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		<title>Teil 38: Gängeviertel, Hamburg</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 18:36:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hamburg ist in vielerlei Hinsicht das Gegenteil von Wismar. Weil die Leute des Gängeviertels uns netterweise Fahrräder ausleihen, verbringen wir den frühen Nachmittag mit einer Fahrradtour durch den Hamburger Hafen und über die Reeperbahn.  Als wir vom Ausflug wieder zurückkommen, geht es auch schon fast mit dem Aufbau und Soundcheck los. Mit der Betonung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hamburg ist in vielerlei Hinsicht das Gegenteil von Wismar. Weil die Leute des Gängeviertels uns netterweise Fahrräder ausleihen, verbringen wir den frühen Nachmittag mit einer Fahrradtour durch den Hamburger Hafen und über die Reeperbahn. <img src="http://teenageangstensemble.de/wp-content/uploads/Tourtagebuch-Hamburg-Gaengeviertel-300x225.jpg" alt="" title="Tourtagebuch Hamburg Gaengeviertel" width="300" height="225" /> Als wir vom Ausflug wieder zurückkommen, geht es auch schon fast mit dem Aufbau und Soundcheck los. Mit der Betonung auf fast. Denn wegen zahlreicher technischer Probleme zieht sich der Aufbau bis zur angekündigten Einlasszeit hin, so dass wir mit dem eigentlichen Soundcheck erst beginnen können, als bereits die ersten Zuschauer erwartungsvoll auf ihren Stühlen sitzen. So etwas ist immer unschön, besonders ärgerlich wird es aber, wenn wie hier im Gängeviertel die stundenlangen Aufbau-Bemühungen des Veranstalters trotzdem in einen grottigen Sound münden. Während der Show stehen alle unsere Regler, inklusive des Masters, am äußersten Limit und man hört &#8211; so gut wie nichts. Trotz wildem Winken und Gestikulieren unsererseits in Richtung der Tonfrau (während einer Theaterperformance!), scheint es nicht möglich zu sein, die Lautstärke der Show über das Niveau einer gedämpften Unterhaltung anzuheben. Daniel verlässt während der Show sogar die Bühne, geht zum Mischpult und bittet die Tonfrau darum, die Lautstärke anzuheben. Achselzucken. Unsere zugegebenermaßen etwas abfälligen und wütenden Bemerkungen über die Qualität der Tonanlage am Ende des Auftritts werden von einigen Zuschauern mit Buhrufen quittiert. Liebes Gängeviertel, versteht uns bitte nicht falsch &#8211; wir finden euer Engagement für den Freiraum, den ihr dort geschaffen habt, und euren Kampf gegen den Abriss der historischen Gebäude des Gängeviertels in jeder Hinsicht unterstützenswert. Allerdings hat diese Unterstützung da ihre Grenzen, wo die Künstler zu billigen Vehikeln für einen lässigen Lifestyle werden.</p>
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		<title>Teil 37: Tiko, Wismar</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 18:27:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tiko, Wismar: Unser erster Auftritt in Mecklenburg-Vorpommern. Das Tiko befindet sich in einer alten Villa am Rande der Wismarer Innenstadt, die gleichzeitig als Wohngemeinschaft und Veranstaltungsort genutzt wird. Der erste Eindruck vom Tiko ist gleich fantastisch und wird später durch die Veranstaltung bestätigt: ein wunderschönes altes Gebäude mit einem tollen, halbverwilderten Garten, ein 35mm Projektor, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tiko, Wismar: Unser erster Auftritt in Mecklenburg-Vorpommern. Das Tiko befindet sich in einer alten Villa am Rande der Wismarer Innenstadt, die gleichzeitig als Wohngemeinschaft und Veranstaltungsort genutzt wird. Der erste Eindruck vom Tiko ist gleich fantastisch und wird später durch die Veranstaltung bestätigt: ein wunderschönes altes Gebäude mit einem tollen, halbverwilderten Garten, ein 35mm Projektor, mit dem regelmäßig Kinoabende veranstaltet werden, unkomplizierte und total nette Bewohner, die uns sofort ein Gefühl von Zuhause vermitteln, und eine schnurrende Hauskatze. <img src="http://teenageangstensemble.de/wp-content/uploads/Tourtagebuch-Wismar-300x225.jpg" alt="" title="Tourtagebuch Wismar" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-926" /> Mit Henning, einem der WG-Bewohner, machen wir einen sehr guten Soundcheck und fühlen uns danach perfekt vorbereitet auf den Auftritt. Leider haben wir vor lauter Euphorie aber wohl den Regler für unser Intro versehentlich in den Bereich &#8220;Turbo Boost/atomarer Sprengkopf/Urknall&#8221; geschoben &#8211; wir hören es noch in unserer Garderobe SEHR laut und deutlich, eine Zuschauerin verlässt den Saal mit schmerzverzerrtem Gesicht, und der Rest des Publikums &#8220;genießt&#8221; die einleitenden Worte des Ermittlers mit zugehaltenen Ohren. Sorry nochmal deswegen! Abgesehen von diesem Malheur ist die Show in Wismar das gefühlte Highlight dieses Tourabschnitts. Später am Abend gibt es eine spontane Party, als eine der WG-Bewohnerinnen Daniel bittet, mit ihren lange nicht gehörten Vinyl-Schätzen &#8220;ein bisschen aufzulegen&#8221;. Mehr oder weniger abstruse 70er und 80er Musik, ekstatische Tänze, eine Überdosis stark wodkahaltiger Getränke und verheerende Kopfschmerzen am nächsten Morgen sind die Folgen. Zum Durchlüften gönnen wir uns einen kurzen Abstecher auf die superschöne Ostseeinsel Poel, bevor es weiter nach Hamburg geht.</p>
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		<title>Teil 36: Kaffee Burger, Berlin</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 18:08:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein früher Mittwochabend in Berlin. Vom Stadtverkehr aufgehalten, kommen wir erst knappe zwei Stunden vor dem Beginn der Show am Veranstaltungsort Kaffee Burger an. Dort rechnet man aber offenbar noch lange nicht mit uns, von Hektik keine Spur &#8211; Karl, der Veranstalter, begrüßt uns mit einem Lackierpinsel in der Hand, mit dem er gerade einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein früher Mittwochabend in Berlin. Vom Stadtverkehr aufgehalten, kommen wir erst knappe zwei Stunden vor dem Beginn der Show am Veranstaltungsort Kaffee Burger an. Dort rechnet man aber offenbar noch lange nicht mit uns, von Hektik keine Spur &#8211; Karl, der Veranstalter, begrüßt uns mit einem Lackierpinsel in der Hand, mit dem er gerade einen alten Tisch verschönert. Er wundert sich, warum wir schon so früh da sind, erklärt sich dann aber doch bereit, schon mal die Technik für uns aufzubauen. Die Bühne des Kaffee Burger scheidet für unsere Show aus, deshalb verlegen wir den Auftritt in den hinteren Teil des Raums. Wie jedesmal wird der Aufbau wie durch ein Wunder auch diesmal rechtzeitig fertig. Support der besonderen Art bekommen wir während der Show von einer Soap Opera: Karl hat wohl vergessen, nach dem Lackieren den Fernseher auszuschalten, der direkt über uns unter der Decke hängt. Was wir hören klingt nach GZSZ, da wir zu diesem Zeitpunkt aber schon mit unserer eigenen Performance beschäftigt sind, können wir uns leider nicht umdrehen, um nachzuschauen. Nach ungefähr zehn Minuten wird das Programm so schlecht (oder wir so gut), dass Karl den Fernseher ausschaltet. <img src="http://teenageangstensemble.de/wp-content/uploads/Tourtagebuch-Berlin-Kaffee-Burger-300x185.jpg" alt="" title="Tourtagebuch Berlin Kaffee Burger" width="300" height="185" /> An weiteren Skurrilitäten gibt es bei diesem Auftritt: den kaputten Mikroständer, der Moana dazu zwingt, eine extrem ungewöhnliche Sitzposition einzunehmen, die obligatorische kaputte Taschenlampe und die notdürftig an der Wand befestigte zweite Leinwand, die sich eine Minute vor ihrem großen Einsatz laut polternd von selbiger löst. Nach der Show gibt es noch Sightseeing mit Simone, einer ehemaligen Thekenkraft der BASTION, bei der wir heute netterweise schlafen dürfen, und sehr guten Sherry! Am nächsten Morgen besuchen wir unser Buch in der Buchhandlung Kisch &#038; Co. in Kreuzberg. Es winkt uns freudig aus dem Schaufenster zu. Danke Kisch &#038; Co., danke Simone, danke Berlin!</p>
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		<title>Teil 35: Cube, Paderborn</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 12:35:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die größte Herausforderung bei unserem Auftritt im Paderborner Cube besteht darin, dass das Publikum wie bei einem Konzert steht und sich dadurch eine Distanz zwischen uns und den Zuschauern aufzubauen scheint.  Jedenfalls haben wir während der ganzen Show den Eindruck, dass der Funke nicht überspringt und die Leute teilnahmslos herumstehen, ein bißchen, als würden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die größte Herausforderung bei unserem Auftritt im Paderborner Cube besteht darin, dass das Publikum wie bei einem Konzert steht und sich dadurch eine Distanz zwischen uns und den Zuschauern aufzubauen scheint. <img src="http://teenageangstensemble.de/wp-content/uploads/Tourtagebuch-Paderborn-2-300x293.jpg" alt="" title="Tourtagebuch Paderborn 2" width="300" height="293" /> Jedenfalls haben wir während der ganzen Show den Eindruck, dass der Funke nicht überspringt und die Leute teilnahmslos herumstehen, ein bißchen, als würden wir gegen eine Wand spielen. Folgerichtig findet auch der Schlussapplaus nicht statt. Später, am Merchtisch, sind wir dann überrascht von den positiven Reaktionen, die im krassen Gegensatz zu unserem Eindruck stehen. Die nette Cube-Crew tröstet uns beim Abbau damit, wir hätten gerade ein typisches Paderborner Publikum erlebt &#8211; und dann fällt uns plötzlich wieder ein, wo wir sind: Ostwestfalen!</p>
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